Chronik der Musikkapelle Bühl am Alpsee e.V.  
     
  Musikkapelle Bühl am Alpsee 1933 – 1948

Nachdem die Protokolle der Musikkapelle Bühl am Alpsee vom Gründungsjahr 1933/34 bis zu den Jahren 1939/40, als im Zuge des Zweiten Weltkrieges die Vereinstätigkeit eingestellt wurde, in den Wirren des Weltkriegs verloren gingen und seitdem verschollen sind, war bis vor wenigen Jahren über die Vereinsgeschichte sehr wenig bekannt.

Anlässlich des 60jährigen Bestehen der Musikkapelle im Jahre 1994 wurde unser damaliges Vereinsmitglied Gerhard Klein, heute Leiter des Stadtarchivs in Immenstadt, beauftragt, über diese unbekannte Zeit zu recherchieren. Die Erkenntnisse und die weitere Chronik der Kapelle wurde in der Festschrift zum 60. Jubiläum abgedruckt und veröffentlicht.

Ursprünge der Blasmusik in Bühl

Bereits in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts existierte in Bühl eine Kapelle unter dem Namen „Bühler Blechmusik“, über die bislang nur sehr wenig bekannt ist.
Wiederholt trat diese Kapelle im Jahre 1874 im Gasthof „Goldener Adler“ in Immenstadt auf. Irgendwann in den folgenden Jahren oder Jahrzehnten löste sich die Gruppierung offensichtlich wieder auf. Beim derzeitigen Forschungsstand steht bezüglich dieser Frage lediglich fest, dass zumindest in den Jahren 1919 bis 1933 in Bühl keine eigenständige Musikkapelle mehr bestanden hat.

Die Musikkapelle Bühl in den Jahren 1933 bis 1939
(Die Gründungsphase der Kapelle)

Die Idee, in Bühl eine eigene Musikkapelle neu zu gründen, entstand im Jahre 1933. Die Motive hierzu lassen sich aus den Quellen nicht exakt erschließen, eine Erklärung für den Wunsch nach einer eigenen Kapelle könnte man jedoch möglicherweise im Aufblühen des Fremdenverkehrs in den dreißiger Jahren sehen. Häufig wurde hierbei auch vermutet, dass die Gründung der Kapelle im Zusammenhang mit steigenden Übernachtungszahlen im Fremdenverkehrsbereich, ausgelöst durch die Aktionen der NS-Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“ (KdF), steht, was sich jedoch nicht bestätigte.

Am 10. Dezember 1933 hielt der Veteranen- und Kriegerverein Bühl im Gasthof „Strauß“ eine außerordentliche Generalversammlung ab. Das Protokoll dieser Versammlung ist die erste Quelle, die davon berichtet, dass in Bühl eine Musikkapelle am Entstehen sei. Im Rahmen dieser Generalversammlung fasst der Ausschuss des Vereins den Beschluss, der neuerstehenden Musikkapelle ein zinsloses Darlehen von 100,- RM zu gewähren, das dann bei künftigen Anlässen des Veteranen- und Kriegervereins Bühl durch Spielen abgedient werden sollte.

Der Entschluss des Veteranenvereins, der Musikkapelle unter Auflagen einen Zuschuss zu gewähren, war sicherlich nicht ganz selbstlos, sondern wohlüberlegt. In den vergangenen Jahren bereitete bei der Organisation des alljährlichen Jahresgottesdienstes für die Gefallenen der Kriege 1870/71 und 1914/18 die Finanzierung der Musikkapelle, die von auswärts engagiert und natürlich auch bezahlt werden musste, stets Schwierigkeiten. Bereits 1925 kam die Finanzierung der Musikkapelle für den Jahresgottesdienst bei einer Ausschußsitzung des Veteranen- und Kriegervereins Bühl, an dem auch Vertreter der Feuerwehr Bühl geladen waren, zur Sprache. Obwohl Peter Reiser, der Vorstand der Feuerwehr, für die Musik am Jahresgottesdienst einen Zuschuss von 25,- RM bewilligte, war es darüber hinaus noch notwendig, auch bei der Gemeinde einen Zuschuss zu erbeten. Nur bei Bewilligung dieses Zuschusses war es dem Veteranenverein möglich, für den Jahresgottesdienst eine Musikkapelle zu bestellen, andernfalls hätte man auf eine musikalischen Umrahmung verzichten müssen.

Auch 1926 und 1927 musste vom Veteranen- und Kriegerverein für die Bezahlung der Musikkapelle beim Jahresgottesdienst bei der Gemeinde ein Zuschuss, der dann jeweils auch bewilligt wurde, beantragt werden. Ein Antrag auf einer außerordentlichen Versammlung des Veteranen- und Kriegervereins Bühl am 02. Oktober 1932, also inmitten der Weltwirtschaftskrise, beweist, dass manche Vereinsmitglieder mit den Ausgaben des Vereins für eine Musikkapelle beim Jahresgottesdienst nicht einverstanden waren. Laut vorliegendem Antrag sollte nämlich auf die Musik verzichtet und das Geld stattdessen für Bier und Wurst für die Vereinsmitglieder verwendet werden.

Obwohl der Antrag abgelehnt wurde, ist dennoch ersichtlich, dass die Finanzierung der Musik ständig ein Problem war, das nun mit einem einmaligen Zuschuss an die neu entsehende Musikkapelle Bühl für längere Zeit gelöst werden konnte.

Am 27. Dezember 1933 beschäftigte sich schließlich auch der Gemeinderat von Bühl mit der Gründung der Musikkapelle. Zu diesem Zeitpunkt waren die notwendigen Instrumente in einem Gesamtwert von 800,- RM bereits gekauft worden, der Gemeinderat musste nun noch über die Finanzierung derselben beratschlagen. Dabei wurde der Beschluss gefasst, aus der Gemeindekasse einen Zuschuss von 500,- RM zu gewähren. Der Restbetrag wurde durch den Zuschuss des Veteranen- und Kriegervereins Bühl über 100,- RM und durch persönliche Leistungen der damaligen Musikschüler von je 15,- RM gedeckt.

Eine spezielle Gründungsversammlung , auf der dann die Vereinsgründung mit konstitutiver Wirkung erfolgt wäre, ist aus den bisher erschlossenen Quellen nicht ausreichend belegt. Stattdessen kann eher von einer Gründung- und Aufbauphase der Kapelle gesprochen werden, die sich vermutlich vom Dezember 1933 bis ins Frühjahr 1934 erstreckte. In dieser Zeit erfolgte die Ausbildung der Musiker, denn im Beschluss des Gemeinderates vom 27. Dezember 1933 wurde ausdrücklich noch von Musikschülern und nicht von Musiker gesprochen.

Am 19. März beriet der Bühler Gemeinderat erneut über eine finanzielle Unterstützung der Musikkapelle und faßt dabei folgenden Beschluss: „Die Musikvereinigung Bühl erhält zur Anschaffung einer großen und kleinen Trommel nebst Schlagzeug, den Betrag von RM 200,-. Die Instrumente bleiben im Eigentum der Gemeinde“ (Stadtarchiv Immenstadt, Gemeinde Bühl Nr. 5, Beschlussbuch Gemeinderat Bührl, 19. März 1934).
Dieser Eigentumsvorbehalt sollte noch in der Nachkriegszeit Auswirkungen auf die Verfügungsgewalt über das Schlagzeug haben.

Mitglieder und Dirigenten der jungen Kapelle

Als Gründungsmitglieder der Musikkapelle Bühl konnten folgende Männer gewonnen werden:

Gottlieb Baldauf, Flügelhorn
Herrmann Engelbreit, Kleine Trommel
Heinrich Fink, Bariton
Martin Haberstock, Tenorhorn
August Kaiser, Trompete
Franz Kinzelmann, Tuba
Georg Nadler, Zugposaune
Albert Rasch, Trompete
Hans Rist, Es-Horn
Josef Schaber, Es-Horn
Hans Seltmann, B-Klarinette
Xaver Seltmann, Große Trommel
Hans Stiefenhofer, Flöte
Anton Waibel, Es-Klarinette
Xaver Waibel, Basstrompete

Später stießen zu der Gruppe von Musikern noch Alfred Seltmann (Flügelhorn), Stefan Bentele und Johann Bentele hinzu.
Aushilfsweise spielte eine zeitlang auch der Posaunist Franz Gorbach, ein bereits ausgebildeter Musiker, der bei seinem Schwager Hans Stiefenhofer wohnte, bei der Bühler Blaskapelle mit.

Mit Ausnahme von Franz Gorbach wurden alle diese Musiker von August Endres aus Sigishofen, der auch die musikalische Leitung der jungen Kapelle von 1934 bis 1939 übernahm, ausgebildet. Über jenen August Endres sind bisher leider nur sehr wenige Informationen bekannt. Neben seiner Dirigententätigkeit in Bühl war Endres von 1934 bis 1937 auch Dirigent der Harmoniemusik Hindelang. 1937 scheint August Endres dann in Missen gewohnt zu haben.

Bei der Ausbildung der jungen Musiker hatte nach Angaben von Toni Waibel der Hauptlehrer Anton Link, der seit September 1933 an der Schule in Bühl tätig war, die Aufgabe übernommen, die Musikschüler im Notenlesen zu unterrichten.

Auftritte der Jahre 1934 bis 1939

1. Mai 1934
Erster Auftritt der neuen Formation

19. Juli 1934
Verabschiedung von Altbürgermeister Georg Engelbreit

04. Dezember 1934
Beerdigung von Peter Reiser

22. Juli 1935
Sonnwendfeier am Bühler Sportplatz

Sommer 1936
Musikalische Umrahmung des Ausflugs der Kriegerkameradschaft Bühl – so nannte sich der Veteranen- und Kriegerverein Bühl ab 1936 – nach Akams.

18. August 1936
Bühler Seefest

09. Januar 1937
Ständchen zum 70. Geburtstag von Vereinswirt Gottfried Braun

13. Mai 1937
Filmabend der Kriegerkameradschaft Bühl

21. Juli 1937
Ständchen zum 60. Geburtstag von 2. Bürgermeister und Bildschnitzer Xaver Rasch

06. August 1937
Bühler Seenachtsfest

29. August 1937
25jähriges Jubiläum der Spar- und Darlehenskasse Bühl

30. August 1937
Richtfest am „Bergheim“ – einem Erholungs- und Sportheim der Wehrmacht – in Rieder

29. Mai 1938
Eröffnung des „Bergheims“

08. November 1938
Beerdigung von Franz Xaver Mosmang

Die Musikkapelle Bühl in den Jahren 1939 bis 1948

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs reduzierte sich schon bald das kulturelle Dorfleben auf ein Minimum. Nachdem etwa drei Viertel der Mitglieder der Musikkapelle Bühl zum Militärdienst einberufen wurden, war bei dem damaligen Mitgliederstand der Kapelle an einen Musikbetrieb nicht mehr zu denken. Mit Ausnahme von Xaver Waibel, der bis heute als vermisst gilt, und dem 1944 gefallenen Johann Bentele kehrten jedoch alle Musiker aus dem Zweiten Weltkrieg wieder heim.

Die Instrumente der Kapelle, die ja teilweise noch der Gemeinde Bühl gehörten, wurden während dieser Zeit bei der Gemeinde aufbewahrt. Mit Gemeinderat Xaver Seltmann, selbst Mitglied der Kapelle, wurde hierbei am 25. August 1946 ein Verwahrer für diese Instrumente eingesetzt. Nachdem sich in den ersten Nachkriegsjahren noch keine Anzeichen für eine Wiederaufnahme des Vereinsbetriebes zeigten, kam es wiederholt vor, dass Instrumente der Kapelle entliehen wurden.
So befürwortete etwa der Bühler Gemeinderat, in seiner Sitzung vom 06. September 1947 den Antrag eines Heimatvertriebenen auf Überlassung des gemeindeeigenen Schlagzeugs, da dieser als Schwerkriegsgeschädigter auf zusätzliche Einnahmen angewiesen war. Im selben Jahr wurden auch Instrumente an die sich bereits im Neuaufbau befindende Dorfmusik Diepolz ausgeliehen.

In Bühl war man angeblich auch bereits 1947 darum bemüht, den Musikverein neu zu beleben. Treibende Kräfte seien hierbei der Lehrer Anton Link, Benefiziat Peter Gehring und Bürgermeister August Gomm gewesen. An anderer Stelle werden als Initiatoren für den Neuaufbau der Kapelle die beiden Vereinsmitglieder Martin Haberstock und Xaver Seltmann, sowie Gomms Nachfolger im Bürgermeisteramt Xaver Hagenauer genannt.

Tatsächlich gelang der Wiederaufbau der Kapelle erst zu Beginn des Jahres 1948, nachdem sich mehrere Kapellenmitglieder aus der Zeit vor dem Krieg und einige junge Bühler, die für die Musik zu begeistern waren, zum gemeinsamen Musizieren zusammengefunden hatten. Als Dirigent konnte Josef Bauer gewonnen werden. Eine spezielle Versammlung, auf der eine offizielle Neugründung des Vereins stattgefunden hätte, wurde nicht abgehalten, so dass man bei der Musikkapelle Bühl davon ausgehen kann, dass der seit 1948 wieder aktive Verein auch in rechtlicher Hinsicht mit der 1933/1934 gegründeten Musikkapelle Bühl identisch ist, somit also das Vereinsleben in den Jahren 1939/1940 bis 1948 lediglich geruht hat, ohne dass es zu einer Auflösung der Kapelle gekommen wäre.

Am 29. März 1948 trat die Kapelle anlässlich einer Tanzveranstaltung im Gasthof „Strauß“ vermutlich zum ersten Mal seit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wieder an die Öffentlichkeit.

Musikkapelle Bühl am Alpsee 1948 – 1994

Im Jahr 1949, ein Jahr nach Wiederaufnahme des Vereinsbetriebs nach dem Zweiten Weltkrieg, rief die Bühler Musikkapelle mit dem Silvesterblasen einen Brauch ins Leben, der sich – abgesehen von einer Unterbrechung in den Jahren 1972 – 1981, als anstelle des Silvesterblasens ein „Tag der Blasmusik“ durchgeführt wurde – bis heute sowohl bei den Musikern, als auch bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut.

Als 1954 Anton Milz als Nachfolger von Martin Haberstock zum neuen Vorstand gewählt wurde, stand der neue Vorsitzende am Beginn einer langjährigen und verdienstvollen Tätigkeit für die Musikkapelle Bühl: Über 25 Jahre lang übte Toni Milz dieses Amt mit viel Umsicht und Geschick aus. Zunächst galt sein Einsatz jedoch der Einkleidung der Kapelle mit einer Tracht, in der sich die Musiker schon ein Jahr später, im Jahre 1955, präsentieren konnten. Bis heute sind die blauen Jacken und die blauen Strümpfe das besondere Erkennungsmerkmal der Bühler Musiker.
Zurückzuführen ist diese Farbwahl auf die frühere kirchliche Zugehörigkeit der Gemeinde Bühl zum Bistum Konstanz.

Ein Vorreiterrolle übernahm die Musikkapelle dann 1966, als mit Liselotte Milz, der Tochter des Vorstandes, zu einer Zeit, als Mädchen in einer Blaskapelle noch als sehr ungewöhnlich galten, das erste weibliche Mitglied aufgenommen wurde. Heute gehören die Mädchen und Frauen nicht nur in Bühl, sondern inzwischen in allen Kapellen des Musikbezirkes 2 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), zum festen Bestandteil der Musikvereine, wobei die Frauen in der Musikkapelle Bühl seit der Generalversammlung 1984 auch in der Vorstandschaft vertreten sind.

Ein wichtiger Meilenstein in der Vereinsgeschichte war schließlich der 18. Juni 1971, als die Kapelle ihr erstes Strandkonzert im neuerrichteten Seepavillon gab. Mittlerweile sind die Strandkonzerte während der Sommersaison zu einem beliebten Anziehungspunkt geworden, wobei der Seepavillon in den vergangenen Jahren mehreren Umbaumaßnahmen unterzogen wurde. Die aktuelle Ansicht mit der Doppelbühne in der Hafeneinfahrt, die im Zuge der europäisch geförderten Baumaßnahme „Alpsee 2000“ im Jahre 2003 entstanden ist, ist inzwischen das Wahrzeichen der Ferienregion Bühl am Alpsee.
Ebenso beliebt wurde und wird die Seebühne wiederholt von Gastkapellen aus dem In- und Ausland zu Konzerten genutzt.

Nach 25jähriger Dirigententätigkeit übergab Josef Bauer 1973 den Taktstock an seinen Sohn Helmut, auf dessen Initiative 1975 das erste Seenachtsfest der Musikkapelle Bühl abgehalten wurde.

Große Verdienste um die Blasmusik in Bühl hat sich auch Rudolf Bechteler erworben, der die Musikkapelle als 1. Vorsitzender von 1980 bis zu seinem plötzlichen Tod im Oktober 1991 leitete und als Ansager jahrzehntelang die Veranstaltungen der Bühler Blaskapelle moderierte. Nach einer Übergangszeit, in der Hans Seltmann kommissarisch den Vorsitz der Kapelle führte, wählte die Generalversammlung 1992 schließlich Helmut Balk zum neuen Vorstand. Bereits in seinem ersten Amtsjahr konnte Helmut Balk die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister durchsetzen, so dass der offizielle Name der Kapelle nun „Musikkapelle Bühl am Alpsee e.V.“ lautet.

Als Proberaum wurde seit 1974 ein ehemaliges Klassenzimmer in der alten Bühler Schule genutzt. Ansteigende Mitgliederzahlen in den achtziger Jahren stellte den Verein allerdings schon bald vor große Probleme, da die Durchführung eines sinnvollen Probenbetriebs in dem beengten Raum zunehmend schwieriger wurde. So ging für die Bühler Musiker in den Jahren 1992 bis 1993, als die Stadt Immenstadt mit tatkräftiger Unterstützung der Musikkapelle Bühl auf dem Seehofgelände in Bühl-See ein Mehrzweckgebäude mit integriertem Proberaum errichtete, ein langjähriger Wunsch in Erfüllung.

Im Jubiläumsjahr 1994 zählte die Musikkapelle Bühl 69 aktive Musiker und zwölf Ehrenmitglieder.

Im Frühjahr 1997 wurde das erste Frühjahrskonzert in der Hofgarten-Stadthalle in Immenstadt abgehalten. Dieses Konzert erfreut sich bis heute einer enormen Beliebtheit bei den Fans und Freunden der Bühler Musikkapelle.

Wie bereits erwähnt konnte die Kapelle mit der Errichtung der neuen Seebühne im Jahre 2003 nun auf eine Kulisse zurückgreifen, die im Allgäu und darüber hinaus seines Gleichen sucht.
Die Nähe des Alpsees und die unübertreffliche Atmosphäre am Ufer des Sees ermöglichen neben den traditionellen Strandkonzerten auch die Durchführung von „Themenkonzerten“, wie das Lichterfest, der Traditionsabend „So klingt’s bei uns“ mit Trachtenverein, Jodlergruppe und Alphornbläsern, sowie das besondere Highlight „Blasmusik trifft Dixi“ mit der Immenstädter Dixi-Combo „Maryland Blues und Jazzband“.

Nach 12jähriger Amtszeit als 1. Vorstand übergab Helmut Balk im Jahr 2004 die Geschicke des Vereins an seinen Nachfolger Christian Mohr, der bereits seit dem Tod von Rudolf Bechteler den Posten des Ansagers übernommen hatte und die Veranstaltungen der Musikkapelle mit seiner Moderation begleitete.
Helmut Balk wurde für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenvorstand ernannt.

Das Jahr 2007 war in der Vereinsgeschichte wiederum ein besonderes Jahr.
Nach 9 Jahren als stellvertretender Dirigent und 34 Jahren im Dienst der Musikkapelle als 1. Dirigent übergab Helmut Bauer die musikalische Leitung an seine Tochter Martina Bechteler.
Während des Frühjahrskonzerts am 31.03.2007 wurde dieser feierliche Akt öffentlich vollzogen.
Somit übernimmt die Familie Bauer nun in der dritten Generation die musikalische Leitung der Musikkapelle Bühl. Martina Bechteler bringt für dieses Amt die besten Voraussetzungen mit, ist sie bereits seit vielen Jahren „Staatlich anerkannte Dirigentin“.
Helmut Bauer wurde für seine Verdienste für den Verein und für die Blasmusik, neben öffentlichen Ehrungen und Auszeichnungen, zum Ehrendirigenten der Musikkapelle Bühl ernannt.

Im April 2007 wurde auf Initiative des 1. Vorsitzenden Christian Mohr der „Förderverein der Musikkapelle Bühl am Alpsee e.V.“ gegründet. Der Förderverein verfolgt die satzungsgemäße Aufgabe, die Musikkapelle mit der Durchführung der Jugendausbildung zu unterstützen.

Ein neuer Meilenstein der Musikkapelle Bühl am Alpsee ist die Einrichtung einer eigenen Internetseite, die zum diesjährigen Jubiläum 2009 ans Netz ging.

Auch im Jahr 2009, in dem der Verein sein 75. Jubiläum feiert, wird die Musikkapelle seinen Urvätern gerecht und sieht gestärkt und zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn die finanzielle Unterstützung der Kommune auf wackeligen Beinen steht.

Wir danken den Gönnern und Förderern unserer Musikkapelle, die mit ihren „Finanzspritzen“ die Weiterführung der Jugendausbildung und die Fortführung der Vereinsziele erst ermöglichen. Auch die Spendenbereitschaft der Bühler Bevölkerung, nicht nur am traditionellen Silvesterblasen, verdient an dieser Stelle herausragendes Lob.